Raus aus der Sprachlosigkeit – Online-Veranstaltung 31. Mai 2022

 

Betroffene von sexualisierter Gewalt besser verstehen und Unsicherheiten überwinden

LIMBURG.- Wie begegnen wir Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben? Wie können wir Ungesagtes besser verstehen, achtsamer im Hinhören werden und selber sensibler sprechen? Diesen Fragen geht am Dienstag, 31. Mai, von 18 bis 21 Uhr eine Veranstaltung des Bistums Limburg in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt nach. Unter dem Motto „Raus aus der Sprachlosigkeit“ soll es an diesem Abend darum gehen, zu informieren welche Auswirkungen sexualisierte Gewalt auf Betroffene haben kann, miteinander ins Gespräch zu kommen und Unsicherheiten im Umgang mit Opfern sexualisierter Gewalt zu begegnen. „Viele Menschen haben eine Hemmschwelle und wissen nicht recht, wie sie mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt umgehen sollen“, erklärt Dagmar Gerhards, Fachkraft für Kommunikation im Bistum Limburg. Aus Angst etwas falsch zu machen, würden Kontakte gemieden. Eine Situation, durch die sich Betroffene häufig ausgegrenzt fühlten und die für sie zusätzlich belastend sei, so die Kommunikationsfachkraft. „Unsere Veranstaltung möchte für die Situation von Betroffenen sensibilisieren und den Teilnehmenden gleichzeitig den Raum geben, über eigene Unsicherheiten zu sprechen. Unser Ziel ist es, dass sexualisierte Gewalt nicht länger tabuisiert wird, sondern Betroffene sich verstanden und gesehen fühlen können.“, so Gerhards.

Inhaltlich gestaltet wird der Abend von Erika Kerstner, die seit mehr als 20 Jahren Betroffene von sexualisierter Gewalt begleitet und Mitbegründerin der Ökumenischen Initiative Gewaltüberlebender Christinnen „GottesSuche“ ist. Kerstner wird drei Impulsen geben: Was ist ein Trauma und welche Folgen hat es? Was macht es schwer, Betroffene zu hören? Betroffene hören – was tun? Zwischen den Impulsen gibt es die Gelegenheit, sich zum Thema auszutauschen.

Die Veranstaltung „Raus aus der Sprachlosigkeit“ findet digital per Videokonferenzdienst Zoom statt. Anmeldungen sind noch bis Montag, 23. Mai, möglich per E-Mail (d.gerhards@bistumlimburg.de) oder telefonisch unter der Nummer 06431/ 295-755.