Liturgie­ausschuss

Die Liturgie ist – neben dem Dienst am Nächsten (Diakonia), der Verkündigung (Martyria) und der Gemeinschaft der Gläubigen (Koinonia) – eine der Grundaufgaben von Kirche: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20), spricht Jesus seiner Kirche zu.

Die Arbeit im Liturgieausschuss lässt sich in einen „Pflichtteil“ und eine „Kür“ einteilen. Zur Pflicht gehört unter anderem:

  • Vorbereitung der „Geprägten Zeiten“ (Advent / Weihnachten, Fasten- und Osterzeit) zusammen mit dem Pastoralteam und anderen Interessierten
  • Besprechung der anstehenden Gottesdienste und Rückblick/Verbesserungsmöglichkeiten
  • Vorbereitung/Koordination von Gottesdiensten über Patenschaften (z.B. Ewig Gebet, Versprochener Tag, Friedensgebet, Fronleichnam etc.)

Die „Kür“ bildete in den vergangenen Jahren eine Reihe von einmaligen oder auch wiederkehrenden Initiativen:

  • Die jüngste Initiative ist die Erstellung des „Logbuch. Wie wir Gottesdienst feiern“: Eine Zusammenstellung der Besonderheiten der Liturgie in Hochheim, die bei der Vorbereitung der Gottesdienste helfen soll, aber auch die große Breite des gottesdienstlichen Angebotes aufzeigt.
  • Hochheimer Glaubensbuch (Nov 2012 bis Dez 2013), das im Rahmen des von Papst Benedikt ausgerufenen „Glaubensjahres“ erstellt wurde – und sowohl dem amtierenden als auch dem emeritierten Papst geschickt wurde: Für jeden Tag des Jahres hat ein Gemeindemitglied Zeugnis über ihren oder seinen Glauben abgelegt – ein Text, eine besondere Begebenheit aus dem Leben, Bibel- und Liedtexte, Gedichte, Bilder.
  • Einführung des neuen Gotteslobs im Herbst 2014 und des Jungen Gotteslobs im Frühjahr 2016 , die auch in den kommenden Jahren über das Einüben neuer Lieder fortgeführt wird.
  • Ein „Bibeltag für Erwachsene“ im Februar 2015 zum Buch Tobit, bei dem über 30 Gemeindemitglieder sich einen Samstag Zeit genommen haben, die Welt des Alten Testaments und besonders die Erzählung von Tobit besser zu verstehen und für ihr eigenes Leben relevant zu machen.
  • Jährliches Treffen aller Liturgiehelfer zu einem „gemütlichen Abend“ seit 2014
  • Klausurwochenende (2010 und 2014) in Maria Laach – für August 2017 ist ein weiteres Wochenende im Kloster Engelthal zum Thema „Welche Formen kann christliches Engagement in der Gemeinde annehmen?“ geplant.
  • „Gottesdienste mit Fußnoten“ (seit Herbst 2015): In diesen Gottesdiensten wird eine Besonderheit der Liturgie in den Mittelpunkt gestellt und ihr Hintergrund beleuchtet. Ziel ist es, die liturgische Sprache in das Hier und Heute zu übersetzen und so der Gemeinde eine aktive Teilnahme an den Gottesdiensten besser zu ermöglichen.

Natürlich ist der Liturgieausschuss nicht „verantwortlich“ für die Liturgie – dies ist der Pfarrer und alle, die die liturgischen Feiern tragen. Aber er will ein Forum für die Diskussion und die Arbeit mit und an der Liturgie sein.


Gottesdienst mit Fußnoten. Warum eigentlich…?

Die Liturgie der Kirche schaut auf eine lange Geschichte zurück, die sogar in manchen Elementen, dem „jüdischen Erbe“ wie dem Psalmengebet oder der Schriftlesung, in die vorchristliche Zeit hinüberreicht. Auch wenn das zweite Vatikanische Konzil (1962 – 1965) in seiner ersten Konstitution „Sacrosanctum Concilium“ die Liturgie grundlegend reformiert und den Erfordernissen der heutigen Zeit angepasst hat, ist doch nicht jede Handlung, jeder Ablauf oder jedes gesprochene Wort unmittelbar selbst erklärend und für jeden verständlich – wie sollte es auch sein mit dem Erbe von Jahrtausenden?

Die Reihe „Gottesdienst mit Fußnoten. Warum eigentlich…? möchte einzelne Aspekte der Liturgie aufgreifen und verständlich machen. Diese Initiative des Liturgieausschusses findet etwa dreimal jährlich in einem Sonntagsgottesdienst im Rahmen der Predigt ihren Platz. Im Rebzweig sind diese Gottesdienste entsprechend gekennzeichnet.

Unten finden Sie kleine Handouts :

 

Bibeltag „Wasser“ für Erwachene am 29. September 2018 mit Stefan Herok